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Dienstag, 7. Juli 2015

Nordlichter: Lampen von Pholc

Helle Lampen von dem dänischen Label Pholc vor einer schwarzen Wand
Das schwedische Lampenlabel Pholc will das skandinavische Design mit Punk aufmischen.

Bei Punk denke ich an The Clash, Sex Pistols und Vivienne Westwood, die als "Queen of Punk" John Lydon (Sänger von den Sex Pistols) zerrissene Jeans und Netzhemden auf den Leib schneiderte. Aber Lampen? Die sind mir bei Punk bisher nicht in den Sinn gekommen. 

Dann verschicken die Designer des schwedische Labels Pholc, das seit über 50 Jahren Lampen entwirft, eine Pressemitteilung: "Wir wollen dem gradlinigen skandinavischen Stil mit Punk-Elementen aufmischen". 

Das will ich sehen! Sofort klicke ich mich durch die neue Kollektion des Lampenherstellers: Schlichter nordischer Stil? Ja, den erkenne ich. Mir fallen auch die ungewöhnlichen Formen auf (gelungen!), aber wo bitte ist der Punk? 


via © Pholc
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Montag, 6. Juli 2015

Wochenendhaus aus Stahl und Glas

Wochenendhaus aus Stahl und Glas
Wochenendhaus aus Stahl und Glas
Wochenendhaus aus Stahl und Glas
Wochenendhaus aus Stahl und Glas - Schlafzimmer

Städter fahren gerne einen Geländewagen. Die Zeitschrift Landlust, gestartet in Oktober 2005, entwickelt sich zum Hype, während andere Magazine floppen. Das Idylle-Heft verkauft sich inzwischen fast fünfmal so gut wie SCHÖNER WOHNEN. Gelesen wird es bei Weitem nicht nur von Frauen, die auf dem Land leben.

Da gibt es anscheinend eine ungestillte Sehnsucht nach einem authentischen Leben mit und in der Natur, jenseits von Autobahnen, Großstadtlichtern und Bürostress. Diese Sehnsucht hat auch Vipp wahrgenommen, ein dänisches Design-Label, das mit legendären Klappmülleimern bekannt wurde. Und es hat darauf reagiert: Seit einigen Monaten hat das Unternehmen ein neues Produkt im Programm - das Fertighaus Shelter.

Shelter ist ein 55 qm2 großes Konstrukt aus schwarzem Stahl und viel Glas. Eine spektakuläre 2,6 Meter hohe und 11 Meter lange Panoramascheibe öffnet den Blick - bestenfalls - in die Natur. Das Haus hat vier Schlafplätze, eine große Küche und ein Duschbad.
Vipp wurde dafür mit dem Wallpaper Design Award 2015 für die beste Marken-Erweiterung ausgezeichnet.

Klingt gut. Aber ist es das auch? Wer das Haus kaufen will, braucht ein Grundstück im Wald, am See oder Meer. Erst dann fährt Vipp mit einem Sattelschlepper, der mit einem Kran ausstattet vor und baut das Wochenendhaus in maximal fünf Tagen auf. Das Unternehmen bezieht sogar die Betten, hängt Lampen auf, stellt Teekanne und Tassen in den Küchenschrank und legt Handtücher ins Bad. Nur dass der Spaß 485.000 Euro kostet. Die Natur wird danach jedenfalls mehr sein, was sie mal war.


Weiterlesen? Vipp, Vipp, hurra - so wohnt die Chefin des Labels
Datscha - Mini-Fertighaus fürs Wochenende 
Die Fotografin Dana van Leeuwen und ihr schönes Fertighaus

via © Vipp
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Freitag, 3. Juli 2015

Please sit down / Stühle von Pastoe

Post vom dem Blog LEUCHTEND GRAU: Stuhl aus Metall mit grünen Polstern und Armlehnen aus Holz
Stühle aus Rohrstahl stehen in einer Reihe nebeneinander


"Herr Braakman, sind Sie als Mensch so gradlinig wie Ihre Möbel?" 

Diese Frage und andere hätte ich gerne dem wohl bedeutendsten niederländischen Designer gestellt, wäre er nicht 1995 im Alter von 78 Jahren gestorben.

Drei Jahrzehnte lang war Braakman Chefdesigner von Pastoe, einem Label das minimalistische Möbel herstellt mit Sitz in Utrecht. Bereits in den 50er Jahren entwarf der Niederländer als einer der ersten Stühle aus Rohrstahl. 

Ich bin immer wieder überrascht, wie modern diese Möbelstücke noch heute wirken. 2013 legte Pastoe die Stühle neu auf und mir gefällt besonders der Loungechair FM06 mit grünen Polstern und Armlehnen aus Nussbaum.  

via © Pastoe
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Mittwoch, 24. Juni 2015

Inspiration by Nature - sechsbeiniger Tisch

Auf der Suche nach Inspiration gehen zwei Designer an steinigen Stränden spazieren. Zurückkommen sie mit ungewöhnlichen Ideen - wie einem Tisch mit sechs Beinen.


Auf der Suche nach Inspiration gehen Dorthe und Bent Povlsen vom dänischen Label Muubs an steinigen Stränden spazieren. Zurück kommen sie mit Ideen für ungewöhnliche Möbel: ein Tisch mit sechs Beinen aus rustikalem Holz, ein Poof aus unbehandeltem Leder oder einem Teppich aus groben Hanffasern. 

Das Designer-Duo hat sich auf Möbel und Wohnaccessoires spezialisiert, die von der Natur inspiriert sind. Keine Massenproduktion aus Spannplatte, sondern individuell hergestellte Gegenstände aus Naturmaterialien.

Den sechsbeinigen Tisch nennen sie Rockefeller. Denn welcher 
Designer träumt nicht davon, mit seinen Produkten Geld zu verdienen. "Warum dann einen Tisch nicht nach dem erfolgreichsten amerikanischen Unternehmer benennen?", sagt Dorthe Povlsen. Nomen est omen. Zumal Rockefeller spannender klingt als Zuckerberg, Jobs oder Gates.

Das Label Muubs fotografiert seine Möbel auch auf dem Strand. Dann stehen Hocker, Stühle und Tische schon mal im salzigen Meerwasser, was ihnen sicher nicht gut tut - aber die Fotos sollen eine Botschaft transportieren: Was von Muubs kommt, "have a raw and unique look". 

Mehr? Schön schlicht - Tisch vom Architekten David Chipperfield

via © Muubs
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Mittwoch, 18. März 2015

Selbstläufer - die Teppiche von Linie Design

Lieber auf dem Teppich bleiben, als wie ein HB-Männchen in die Luft zu gehen. Das gelingt besonders gut mit einem schönen Kelim.
Lieber auf dem Teppich bleiben, als wie ein HB-Männchen in die Luft zu gehen. Das gelingt besonders gut mit einem schönen Lederteppich.



Auf dem Teppich bleiben.


Das wollte auch Bruno - besser bekannt als HB-Männchen. Der Zeichentrickfigur aus den 60er Jahren passierte ein Missgeschick nach dem anderen und dabei ging sie regelmässig in die Luft. Erst eine Zigarette der Marke HB holt sie wieder runter.  

Die Bruno-Spots sind inzwischen Kult. Selbst bei Linie Design, einem dänischen Teppich-Label mit Sitz in Lyne, kennen sie das HB-Männchen und seine Geschichten. Das Unternehmen stellt schöne Läufer in gedeckten Farben und dezenten Mustern her. 

Als ich die Dänen frage, ob sie dem HB-Männchen einen Teppich gesponsert hätten, lachen sie und sagen: "Klar doch".

via © Linie Design
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Dienstag, 17. März 2015

Dreamteam / Holz und Beton

Was passiert, wenn ein britischer Architekt, der den Sommer über in Galizien lebt, Eichenholz in die Hand nimmt? Es wird modern und hell ...


Eichenholz - ich denke sofort an erdrückende Schrankwände in deutschen Wohnzimmern.

Doch was passiert, wenn ein britischer Architekt, der mit einer Argentinierin verheiratet ist und den Sommer über an der Küste Galiziens lebt, das Material in die Hände nimmt? 

Es wird modern. Und hell. David Chipperfield hat gerade aus Eiche einen großen, schlichten Tisch für das deutsche Label E15 entworfen. 
Und er präsentiert ihn in einem von ihm entworfenen Betonhaus in Berlin, das der Architekt als Büro und Wohnung nutzt.

Was mir an dem Projekt gefällt, ist nicht so sehr die Form des Tisches, als vielmehr die Kombination aus hellem Holz und grauem Beton. 


Helle Holzmöbel hat der eine oder andere vielleicht, aber Betonwände? Doch es gibt Alternativen - wie Betonplatten, die an die Wand geschraubt werden (z.B. von Panbeton) oder Tapeten, die täuschend echt wie Beton aussehen(z.B. von Piet Boon).

Mehr Inspiration zum Thema Beton und helles Holz auf meinem Blog: 

via © e15
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Donnerstag, 12. März 2015

Sind gut gelaunte Designer kreativer?

Acht kreative Köpfe aus Stockholm bringen Farbe ins schwedische Design ...
Acht kreative Köpfe aus Stockholm bringen Farbe ins schwedische Design ...


Sie sind zu acht. Und liegen entweder zusammen auf den Boden oder springen gleichseitig in die Luft. 

Die Rede ist nicht von einer Boygroup, die ihre neue Show einübt, sondern vom Note Design Studio aus Stockholm und die Präsentation auf ihrer Website. Hinter dem Namen Note Design Studio verbergen sich Alexis, Boaz, Charlotte, Christiano, Daniel, Johannes, Jesper, Kristoffer und Sanna, die sich zusammengetan haben, um Möbel und Lampen zu gestalten - wie "Fuse", eine Pendelleuchte aus farbigen Porzellan und Holz. Die "Note Desinger" haben nicht nur Erfolg mit ihren Entwürfen, sondern auch Spass bei Arbeit: "Wir lachen und diskutieren viel", erklärt Johannes, einer der Gründer des Studios.

Beeinflusst die gute Laune der acht Stockholmer Kreativen das Design ihrer Produkte? Irgendwie schon. Wer greift zu Orange und kräftiges Grün, wenn er schlecht drauf ist. Das Note Design Studio bringt jedenfalls Farbe in die schwedische Interiorwelt, die sonst eher monochrom ist. 

via © Note Design Studio 

Dienstag, 10. März 2015

Stimmungsvoll / Lookbooks von TOAST

Jeden Monat veröffentlich die Design- und Modemarke TOAST Lookbooks mit stimmungsvollen Fotostrecken

Am Morgen des 31. August 1997 laufen die Nachrichten-Ticker heiß: Lady Diana ist nach einem Autounfall in Paris ums Leben gekommen. 


Am selben Morgen startet eine britisches Ehepaar in der Scheune ihres Hauses in Wales einen Versandhandel für selbstgefärbte Pyjamas. Jessica und Jamie Seaton nennen ihren Shop - very british - TOAST. Und sie fragen sich: Warum müssen beide Ereignisse auf ein un denselben Tag fallen? 


Heute, 18 Jahre später, ist die Aufregung von damals vergessen. Und aus dem kleinen Versand, bei dem man nur telefonisch bestellen konnte, ist ein großer Onlineshop für Fashion und Wohnaccessoires mit Sitz in London und elf Geschäften in ganz Großbritannien geworden. 

Mir fiel TOAST nicht wegen der Schlafanzüge auf, sondern wegen der minimalistischen Fotografie. Jeden Monat bringen die Seatons gleich mehrere  Lookbooks (Women, Men, House & Home) heraus. In ihnen zeigen sie ihre aktuellen Kollektionen kombiniert mit sehenswerten Landschafts- und Architekturaufnahmen.


Mehr von Toast auf meinem Blog Die Küche als Galerie

via © Toast
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Freitag, 20. Februar 2015

Inga Sempé und die Liebe zum Design

hren Vater, einen berühmten Illustratoren, kennt jeder. Was macht Inga Sempé, um aus seinen Schatten herauszutreten? Sie entwirft Lampen. Und runde Mini-Regale fürs Bad.
hren Vater, einen berühmten Illustratoren, kennt jeder. Was macht Inga Sempé, um aus seinen Schatten herauszutreten? Sie entwirft Lampen. Und runde Mini-Regale fürs Bad.


Inga Sempé hat berühmte Eltern. Ihr Vater ist der Kinderbuch-Illustrator Jean Jaques Sempé, der mit feinen Strichen die Figur des "Kleinen Nick" von René Goscinny zum Leben erweckt hat. Genau, jener Goscinny, der auch die Geschichten von Asterix und Obelix schrieb. Auch die Mutter Mette Ivers ist Zeichnerin. Von ihr stammen die Illustrationen zu "Ronja, die Räubertochter" von Astrid Lindgren. 
Wie tritt man aus dem Schatten solcher Eltern heraus?

Inga Sempé greift auch zum Stift und zeichnet - allerdings Produkt-Entwürfe und studiert Industrie-Design. Nach ihrem Abschluss eröffnet sie in Paris ein eigenes Studio und arbeitet für Labels wie Lignet Roset und Cappellini. Schnell macht sie sich mit Lampen den Namen  "Madame Lampion". Doch sie entwirft auch Möbel und gewinnt damit Preise. 

Vor kurzen hatte die Fanzösin die Idee, runde Regale aus heller Buche zu gestalten, die in die Wand geschraubt werden können, ohne eine Bohrmaschine in die Hand nehmen zu müssen. Ich bin diesen Minis verfallen: Mein Bad ist so klein wie ein Schuhkarton (typisch Altbau), immerhin habe ich ein Fenster und eine Badewanne, doch es gibt wenig Platz, um Flakons und Lippenstifte abzustellen. Und da kommen Sempés Regale ins Spiel - denn die kann ich direkt neben meinem Waschbecken und Siegel anbringen ...

Mehr? Traumbad gestaltet von der Architektin Sevil Peach

Regale Bénitier, Spiegel Belvédère von Inga Sempé 

via © Inga Sempé
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Montag, 9. Februar 2015

Harte Schale, weicher Kern

Über die viel zu kurze Begegnung mit einem Sessel


Harte Schale, weicher Kern - was gerne über Männer gesagt wird, trifft auf den Sessel Husk zu. Entworfen wurde er von einer Frau, der spanischen Designerin und Architektin Patricia Urquiola, die in Mailand lebt und arbeitet.

Wir begegnen Husk nicht in Italien, sondern in der neuen Interior-Stores, die gerade im Hamburger Stadteil Eimsbüttel wie Pilze aus dem Boden sprießen. Doch es ist kurz vor 19 Uhr und die Store-Inhaberin will schließen. Schade, die Begegnung mit Husk war kurz. 

Sessel Husk von B&B Italia

via © B&B Italia
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Mittwoch, 28. Januar 2015

Schön schlicht / Lampe von Cecilie Manz

Stillleben mit einer Hängelampe von der Designerin Cecilie Manz
Gleich drei Lampen hängen über einem Esstisch.



Vom ersten Entwurf bis zum fertigen Möbelstück vergehen bei der dänischen Designerin Cecilie Manz schon mal drei Jahre. 



Drei Jahre, in denen die 43-jährige mit Materialien, Formen und Farben experimentiert, Ideen entwickelt und sie wieder verwirft, verwirft, ihre Modelle mit nach Hause nimmt, um sie ihre Funktionalität zu prüfen, bis sie das Gefühl hat, jetzt ist die Sache stimmig. Dann räumt sie mit ihren Möbeln, Lampen und ihrer Keramik Preise ab. In den letzten zehn Jahren gewann sie sechs Awards. Wikipedia zählt sie zu den führenden Designern ihrer Generation.

Zwar wurde die Hängelampe Mingus, die Manz für das dänische Label Lightyears entworfen hat, nicht ausgezeichnet. Aber sie war nominiert für den Bolig Magasinets Design Awards 2013. Ob mit oder ohne Preis mir gefällt die schlichte Lampe.

via © Lightyears
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Montag, 5. Januar 2015

Bilder aus hellgrauem Stoff

Hellgraue Stoff-Kunst an der Wand
Hellgraue Stoff-Kunst an der Wand
Hellgraue Stoff-Kunst an der Wand


Die Welt draußen lassen, die Geräusche des 21. Jahrhunderts dämpfen - damit beschäftigt sich das schwedische Label Glimakra of Sweden, das mit schalldämmenden Raumteilern bekannt wurde. 

Doch dann wollten die Schweden neue Wege gehen und fragten einen Architekten (Bertil Harström) und einen Designer (Johan Kauppi), ob sie sowohl etwas Beruhigendes als auch Schönes gestalten könnten, das an der Wand zur Kunst wird. "Klar", antworteten diese. Und sie entwarfen aus Polster und Stoff Paneele in verschiedenen Größen und Farben, die sich zu großen Bildern zusammensetzen lassen. 


Mir gefällt die hellgraue Stoff-Kunst so gut, dass ich sie heute auf meinem Blog vorstelle ... 

via © Glimakra of Sweden
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Montag, 29. Dezember 2014

Minimalistisches Bad

Ein minimalistischer Bad mit einem ungewöhnlichen Waschbecken aus glatten Cristalplant.
Mein Bad ist so groß wie ein Schuhkarton - das kommen mir diese schön-schlichten Waschbecken gerade recht


Komme ich von Reisen zurück in meine Wohnung, sehe ich sie plötzlich mit anderen Augen. Manches finde ich nach wie vor unschlagbar schön und harmonisch. Anderes würde ich am liebsten sofort ändern - wie mein Bad.

Nein, es ist nicht hässlich, aber es ließe sich durchaus toppen. Und während ich über den kleinsten Raum meiner Wohnung nachdenke, fällt mir die niederländische Designerin Marike Andeweg ein. Sie gestaltet schlichte Badmöbel in ungewöhnlichen und modernen Formen. Und aus Cristalplant, einem glatten, handschmeichelnden Material, das überwiegend aus Mineralteilchen besteht. 

Mehr über und von der Designerin Marike Andeweg hier.

via © NotOnlyWhite Marike Andeweg, Moni van Bruggen (Fotos), Stefanie Maas (Styling)
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Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachten / Baum aus Sternen



Die dänische Designerin Louise Roe hat einen Hang zum Purismus - auch an Weihnachten. Was mir entgegenkommt. Denn obwohl ich über Interior und Design blogge, habe ich keine Kiste mit Kugeln, Kränzen und einer Krippe im Schrank stehen, die ich spätestens heute heraushole - immerhin ist morgen der 24. Dezember.

Doch was sich Roe zu Weihnachten hat einfallen lassen, spricht mich an: Sie hat einen Baum aus kleinen und großen Sternanhängern einfach an die Wand geklebt. Schöne Idee.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen harmonische Weihnachtstage - mit wem und wo auch immer Ihr sie auch verbringt.

Stern-Anänger von Louise Roe
Stuhl von Pastoe 

via © Louise Roe

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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Das Spiel mit den Kontrasten - Vincenzo de Cotiis

Ein ehemaliges Labor verwandelt der Innenarchitekt in ein lichtdurchflutete Villa
Im Wohnzimmer stehen Sofas, die De Cotiis selbst entworfen hat.
Gerahmten Platten aus verwittertem Aluminium hängen als Bilder an den Wänden
Im Esszimmer steht ein runder Tisch mit geschwungenen Metallbeinen

Mit den rauen Wänden erinnern diese Räume an den Fight Club, in dessen Keller Brad Pitt und Edward Norton sich prügelten. In dem ehemaligen Chemielabor in Wien wurde noch nie ein Boxkampf ausgetragen, dennoch ging es auch dort einige Monate lang gewalttätig zu. Umgestaltet wurde das Labor vom Mailänder Architekten, Designer und Innenarchitekten Vincenzo De Cotiis. Als erstes ließ er Wände einreißen.

Es entstand ein weites, lichtdurchflutetes Loft, in dem der 56-Jährige De Cotiss mit Kontrasten spielt und Materialien aufeinanderprallen lässt, die "mal edel, mal roh, mal wild und immer intensiv im Ausdruck sind", er erklärt.

Der Boden, die Wände und Decken aus Beton wirken elegant, aber auch kalt. Doch die Sofas im Wohnzimmer sind knuffig und aus weichen Leder (Foto 1 + 2), die schwebenden Sideboards aus warmen Holz. Gewollte Spannung.

Sofas und Sideboards hat das Multitalent selbst entworfen. Er findet Fließband-Möbel „unsexy“. Sein Studio, in dem acht Architekten und Designern für ihn arbeiten, liegt in Milano; die zwei Werkstätten in der Nähe von Parma. Dort baut er - unterstützt von einem Handwerker-Team - einen Teil der Möbel für sein Label PROGETTO DOMESTICO tatsächlich selbst. Alle Stühle, Tische und Lampen haben Seltenheitswert, von keinem gibt es mehr als 10 Exemplare.
Die Möbel im Wiener Loft wirken wie für übermorgen, entstanden aber aus Materialien von gestern – wie die gerahmten Platten aus verwittertem Aluminium, die als Bilder im Loft an den Wänden hängen. Oder die Sideboards aus gebürstetem Recyclingholz, die über die ganze Breite des Wohnzimmers angebracht sind.

Kaum ein anderer Architekt recycelt so viel wie de Cotiis. Er arbeitet mit Marmor, verwittertes Leder, Fieberglas aus Schiffswerften, Kunstharz, verwaschenes Kaschmir, oxidiertes Messing. „Ich fange immer mit dem Material an und passe die Form an. Die Form kommt an zweiter Stelle“, erzählt er.

Doch von Italien noch einmal zurück ins Wiener Loft: Unter den Sideboards sind Lampenleisten angebracht, die fast schon goldenes Licht verströmen. Auch dies ist ein inszenierter Kontrast zum Beton und zur minimalistischen Einrichtung. Und dann gibt es noch eine kleine Überraschung, für die De Cotiis immer gut ist: Mitten im Raum hängt eine zwei Meter lange Zwille, die man erst auf dem zweiten Blick als Lampe erkennt (Foto 3). Molto impressionante.


Dank an Vincenzo De Cotiis für die Fotos.
via © Vincenzo De Cotiis Architects, Max Zambelli (Fotos) 
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