Samstag, 9. Juli 2016

Das Apartment des Architekten Joseph Dirand



Auf einem meiner Streifzüge durch das Internet bin ich auf den französischen Architekten Joseph Dirand gestoßen. Er hatte sofort meine ungeteilte Aufmerksamkeit. 


Also habe ich ihn angeschrieben und gefragt, ob ich seine Wohnung auf meinem Blog vorstellen dürfe. Der 42jährige lebt und arbeitet in Paris, trägt gerne Turnschuhe zu schwarzen oder hellgrauen Jeans und wurde 2013 von Maison & Object zum besten Interior-Designer des Jahres gewählt. Dennoch hat Joseph innerhalb von zwei Tagen geantwortet: "Yes, of course you can." Er ist herrlich unprätentiös, trotz seines Erfolges. Und er ist - wie er von sich selbst behauptet - ein Musikjunkie. Selten ist er ohne Kopfhörer zu sehen, er geht gerne und viel aus, besucht oft Festivals und schläft keine Nacht mehr als 5 Stunden. Er sagt von sich selbst, er sei obsessiv, lebe schnell und liebe, was er tue. 


Schon als Kind wollte Joseph Dirand Architekt werden und er wurde es! 1999 gründete er mit gerade mal 26 Jahren sein eigenes Büro und heute - nur 7 Jahre später - beschäftigt er 10 Architekten. Ob in seinem Büro oder in seiner Wohnung, Dirand will den Himmel sehen können. Licht sei ihm noch wichtiger als die Einrichtung, erklärt der Franzose. Das, finde ich, merkt man seiner Wohnung mit den großen gardinenlosen Fenstern an. Dass er lieber über Flohmärkte geht als durch einen Vitra-Showroom weniger. 

An dieser Stelle müsste ich dann eigentlich endlich mal anfangen, seinen minimalistischen und trotzdem warmen Stil zu beschreiben. Doch das lasse ich. Denn  The New York Times - T Magazin hat gerade ein Video mit Joseph Dirand gedreht: Der Architekt geht durch seine seine Pariser Wohnung geht und dabei erzählt, was ihn beim Einrichten bewegt hat. Sehr sehenswert! 

via © Joseph Dirand Architecture, Adrien Dirand (Fotos)
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Mittwoch, 6. Juli 2016

Licht-Kunst aus London



Licht-Kunst aus London: Das Label Ochre nennt diese Lampen "Himmlische Kiesel", obwohl sie aus Glas sind, und hängt gleich drei davon über einen Tisch. Ein gelungenes Arrangement.

via © Ochre 

Samstag, 2. Juli 2016

Minimalistische Keramik

Minimalismus pur: Vasen, Schalen und Kanne 
Minimalismus pur: Schalen, Vasen und Kanne aus weißem Porzellan und grauem Basalt


Längengrad 73.9441579, Breitengrad 40.6781784 - ich bin bei Natalie Weinberger in Brooklyn, New York. Bevor die Amerikanerin hierher zog, studierte sie in Philadelphia Denkmalspflege. Doch diese Richtung wollte sie nicht weiterverfolgen und änderte den Kurs. 2010 richtete sie sich in Brooklyn mit einer Töpferscheibe und einem Brennofen ein Atelier ein und stellt seitdem aus grauem Basalt und weißem Porzellan Keramik her. Mit ungewöhnlichen Formen und rauer Anmutung. Damit hat sie es über den Ozean nach Berlin zu BON Ceramics geschafft - einem Onlineshop, der ausgesuchte handgefertigte Objekte aus aller Welt anbietet. 

via © BON Ceramics 

Light me up

Deckenhohe Fenster, ein heller Estrich und Holzmöbel - eine unschlagbare Kombination


Ich liebe es, wenn morgens die Sonne in meine Wohnung scheint und sie von Licht nur so durchflutet ist. Doch gegen 11 Uhr ist die Lightshow vorbei. Für den Rest des Tages liegen die Zimmer im Schatten. Deshalb mache ich selbst im Sommer tagsüber das Licht an. 

Das würde in dem von dem Dänen Anders Schonnemann fotografierten Wohnzimmer sicher nicht passieren. Denn Fenster, die vom Boden bis zur Decke reichen, lassen großzügig das Licht hinein und ein weißer Estrich reflektiert es. Auf einem solchen Boden kommen Holzmöbel besonders schön zum Stehen - wie der Wishbone Chair von Hans J. Wegner.  

via ©  Anders Schonnemann auch auf Instagram