Donnerstag, 13. April 2017

Weiß ist keine Farbe, sondern Liebe

Weiße Wand kombiniert mit warmen indirekten Licht
Eine weiße Lampe aus Marmor, Granit und Glas liegt auf einem weißen Boden
Küche mit schlich-weißer Zeile und einem Boden und Arbeitsplatte aus hellem Stein.

Weiße Wände sind gerade nicht besonders hipp. Variationen von Weiß zum Interior-Gemälde zu komponieren, dagegen schon:  

1. Aus einer schlichten weißen Wand schufen die belgischen Dehulla Architects ein kleines Kunstwerk. Und wie? Durch indirektes warmes Licht. Hinter der Wand und unter der Bank sind Lichtleisten angebracht, die es verströmen. 

2. Ist das eine Steinschleuder? Nein, sondern eine Lampe aus weißem Marmor, Granit und Glas entworfen von Studiopepe (mehr über das Kreativduo aus Italien: Neue Arbeiten von Studiopepe).

3. Der Architekt und Produktdesigner Philipp Mainzer taucht die Küche in einem privaten Haus in Weiß. Der Clou daran sind der Boden und eine superdünne Arbeitsplatte aus hellem Stein. Bis vor einigen Jahren waren Platten noch um die 4 Millimeter stark. Inzwischen gilt: Um so dünner, um stylischer. Manchen Platten messen nur noch 10 Millimeter. Diese Küche wirkt durch die dünne Variante elegant und durch Weiß quiete calm. 

Mehr? Poesie in Weiß - Schöne Wohnaccessoires
Traumküche vom Architekten Felipe Hess

via 1 © Dehulla Architects, Tim an de Velpe (Foto) 2 © Studiopepe 3 © Philipp Mainzer, Ingmar Klurth (Foto)

Donnerstag, 6. April 2017

Hans Verstuyft Architecten: Badezimmer zum Wohlfühlen

Bad in hellgrauen Tönen mit weißen, deckenlangen Vorhängen
Zwei Spiegel hängen nebeneinander an der Wand aus Steinplatten
Die Unterschränke sind schlicht und weiß
Waschbecken ist aus hellgrauem Stein, die Armatur aus Bronze

Das Bad: Tür auf, schnell duschen und schnell wieder raus, Tür zu. Der Raum ist oft das ungeliebte Stiefkind unter den Zimmern.


Die belgischen Hans Verstuyft Architecten nehmen es dagegen fast in die Arme, schenken ihm Aufmerksamkeit und natürliche Schönheit. Von greller Schminke keine Spur. Es gehört zum Penthouse S Westkaai in Antwerpen. Das Haus, in dem der Raum liegt, baute der renomierte britische Architekt David Chipperfield (mehr von ihm: Dreamteam Holz und Beton), Hans Verstuyft und sein Team gestalteten die Innenräume. 

Statt Nasszelle schufen sie eine Oase für die Sinne: hellgrauer Steinboden, kreidefarbene Wände, formschöne Armaturen aus Bronze und - quiete unusual - weiße, lichtdurchlässige Vorhänge, die von der Decke bis zum Boden reichen. Sie erwartet man im Wohnzimmer, aber nicht im Bad. Auch der belgische Architekt Vincent van Duysen hat diese Textilien in einem von ihm entworfenen Badezimmer eingesetzt, um ihm Wohnlichkeit zu geben: Vincent will Meer - Badetag mit dem Architekten Van Duysen 

Und wer sich wundert, dass kein Aesop-Spender oder andere Accessoires auf der Ablagen stehen - das Penthouse in Antwerpen ist noch nicht bezogen.

Dank an Hans Verstuyft Architecten für die Fotos! 

via © Hans Verstuyft Architecten
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Donnerstag, 30. März 2017

Modern Design? Desk Sculptures collection by Kristina Dam

Wie sieht modernes Design aus? Haben die Dänen die Antwort gefunden?
an einer Wand lehnen keine Steinplatten, davor liegen Holzkreisel
Leuchtend Grau: Ein schlichter Kerzenständer aus hellem Stein steht auf einem Tisch.

Jedes Jahrzehnt hat seine Mode, seine Form. Und welches Design ist bitte derzeit modern? 


Geschnörkeltes und üppig verziertes jedenfalls nicht. Ein Blick nach Dänemark, ein Land, das in der Vergangenheit etliche Design-Trends hervorgebracht hat, gibt Aufschluss. In Kopenhagen hat die junge Designerin Kristina Dam 2012 ein Studio eröffnet. Ihre Objekte sind beispielhaft für die gegenwärtige Formensprache.   

Überflüssige Details? Weg damit. Auf zwei Dinge verzichtet aber die Absolventin der Royal Danish School of Fine Arts, Architektur und Design, nicht: wertige Materialien (Marmor, Eichenholz, Stein), klare Linien und traditionelles Handwerk. 

Weiterlesen: Stillleben mit hypermodernen Wohnaccessoires

via © Kristina Dam Studio
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Sonntag, 19. März 2017

Lichtspiele: Lampen von Studio Formafantasma


Sie sehen aus wie zarte Schmuck-Anhänger, nur hängen sie nicht an einer Halskette, sondern an der Decke - die Lampen vom Studio Formafantasma.


Hinter dem Namen verbirgt sich das Design-Duo Andrea Trimarchi und Simone Farresin. Zwei Männer, beide Mitte 30, die es von Italien zum Arbeiten nach Amsterdam verschlagen hat. Letztes Jahr reisten sie mal wieder in die Heimat, eingeladen von der römischen Designgalerie Giustini / Stagetti Galleria O. Roma. Seit 2012 bittet die Galerie internationale Designer, Rom als Inspirationsquelle für neue Möbelstücke zu nutzen. Die Entwürfe werden später unter der Sammlung und dem Namen Delta in der Galerie ausgestellt. 

Trimarchi und Farresin ließen sich durch die Ewige Stadt treiben, liefen durch Straßen, Parks und entlang am Ufer des Flusses Tiber, mischten sich unter Touristen und besuchten Ausgrabungsstätten, Museen und andere Hotspots der Stadt. 

Am Ende entstanden neben den filigranen Lampen aus vergoldetem Messing und Gitarrenseiten, hellem Kalkstein und LEDs eine anmutige Kollektion aus Möbeln, Vasen, Schalen, einem Spiegel und Kerzenhalter. 

Weiterlesen? Go for Gold - glänzende Wohnaccessoires

images © Studio 
Formafantasma, Giuseppe Brancato (Fotograf)  

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