Montag, 19. November 2018

Minimalistische Vase von Falke Svatun

Minimalistische Vasenkollektion von Designer Falke Svatun
Minimalistische Vasen-Kollektion von Falke Svatun

Ohne Zweifel: Der Norweger Falke Svatun ist einer der interessantesten Jungdesigner der letzten Jahre. Und 31-jährige, der sich nach Stationen bei Norm Architects und Søren Rose Studio selbstständig machte, hat hohe Ziele. Mit der Vasenkollektion "Tumble" will er gleich mal die Wahrnehmung von Design verändern. 

Die Form der Vase ist ungewöhnlich. Er gestaltete sie so, dass sie am Rande eines Tisches, Regals oder einer Fensterbank stehen kann, ohne herunterzufallen. Das Design ist geradlinig, ein sanfter, gefühlvoller Minimalismus, der ganz auf die Wirkung der Form setzt.

"Tumble" wirkt deshalb einzeln noch schöner als im Duo.

Mehr Lesen? Von der Leichtigkeit des Seins - Keramik von Marie T. Hermann

via © Falke Svatun Studio

Sonntag, 25. Februar 2018

Von der Butterfabrik zum Loft

Geschwungene Treppe mit weißer Verkleidung und dunkeln Stufen aus Hartholz verbindet in einem Loft das Erdgeschoss mit der ersten Etage
So wie Wände und Boden ist auch die Verkleidung der Treppen weiß
Die Stahlkonstruktion der Treppe ist hinter einer weißen Verkleidung versteckt. In den Ausbuchtungen ist ein Bad untergebracht.
In einem weißen Loft spielt eine geschwungene Treppe die Hauptrolle.


Die AA Architects haben eine ehemalige Butterfabrik in ein Loft verwandelt, in dem Weiß und eine Treppe die Hauptrolle spielen

Die Hallen der ehemaligen Fabrik wurden bereits in den 1990er Jahren in Wohnungen umgewandelt - in einer davon haben die australischen Architekten scheinbar die Schwerkraft aufgehoben: 
Luftige 214 verteilt auf 2 Ebenen, komplett in Weiß getaucht - schon das ist spektakulär. Doch sie sind nur die Bühne, auf der eine Treppe mit atemberaubenden Kurven ihren großen Auftritt hat. Sie scheint zu schweben. Geschwungen, fast butterweich, schraubt sie sich vom Erdgeschoss mit offener Küche, Ess- und Wohnzimmer hinauf auf die zweite Ebene. Dort sind zwei Schlafzimmer, ein Bad und ein Studio untergebracht. Von hier aus gelangt man auch auf die überdachte Dachterrasse mit Blick über die City von Melbourne. 

Die Konstruktion der Treppe stellte die Architekten vor eine Herausforderung: "Ich wollte der Treppe eine dramatische Form geben. Sie sollte sich mehr bewegen, als es eine gewöhnliche kreisförmige Treppe tut, fast so, als ob sie in der Mitte gezogen oder gestreckt wird", erklärt Adrian Amore, Chef der AA Architects. Mehrfach musste die Statik neu berechnet werden.  

Wen die Treppe inspiriert und wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, kann auf ein schlichtes geschwungene Modell zurückgreifen. Inzwischen kann man solche Treppen online kaufenIm Loft lässt eine makellose weiße, mit Sperrholz und Gips verkleidete Oberfläche nichts von der tragende Stahlkonstruktion der Treppe erkennen. Hinter den abgerundeten Ausbuchtungen der Treppenwand bauten die AA Architects ein Bad, Wasch- und Vorratsräume ein. Die Treppenstufen sind aus gebeiztem Hartholz. Auch wer eine Holztreppe kaufen möchte, wird im Internet fündig. Das dunkle Holz ist neben dem grauen Marmor in der Küche einer der wenigen Farbakzente im Apartment. Ansonsten herrscht strahlendes Weiß. 

Die abgerundete Form der Treppe wird von den wenigen Innenwänden wieder aufgegriffen. Große, nach Norden ausgerichtete Fenster und eine Deckenöffnung lassen großzügig das Tageslicht ins Loft fließen. Es spiegelt sich in den weißen Flächen und gibt dem Loft noch mehr Weite. Durch Schiebetüren können die offenen Räume vergrößert oder abgetrennt werden. "Poesie in Form und Funktion", fasst Adrian Amore das Konzept für das Apartment zusammen. Der Weg dahin war allerdings brutal und staubig: Ein Stahlträger musste entfernt und Wände eingerissen werden. Aber er hat sich gelohnt. 

via © AA ArchitectsFraser Marsden (Fotos)

Montag, 1. Januar 2018

Die Lichtgestalterin Lucie Koldova



Zum siebten Mal präsentieren auf der diesjährigen Kölner Möbelmesse imm internationale Designer mit „Das Haus – Interiors on stage“ die Zukunft des Wohnens. Wer in der Halle 2.2 der Messe seine Vision davon umsetzen darf, hat es geschafft. Nach Stefan Dietz, Luca Nichetto und Sebastian Herkner fiel die Wahl in 2018 auf die tschechische Designerin Lucie Koldovo, die mit poetischen Glasleuchten bekannt wurde.

Das dürfte spannend werden. Denn im Vorfeld betont die 34-Jährige:
"In meinem Haus spielt das Licht die Hauptrolle, und
die Möbel komplettieren die Einrichtung – nicht umgekehrt."


Bis wir das Ergebnis sehen können (15. - 21.1.2018), bewundern wir schon mal die Lampe Lightline aus Opalglas, die Lucie Koldova für Brokis gestaltet hat. 

Weiterer Artikel über Lucie Koldova: Poesie aus Glas

via © Lucie Koldova

Donnerstag, 13. April 2017

Weiß ist keine Farbe, sondern Liebe

Weiße Wand kombiniert mit warmen indirekten Licht
Küche mit schlich-weißer Zeile und einem Boden und Arbeitsplatte aus hellem Stein.


Weiße Wände sind gerade nicht besonders hipp. Variationen von Weiß zum Interior-Gemälde zu komponieren, dagegen schon:  

1. Die belgischen Dehulla Architects machen aus einer schlichten weißen Wand ein kleines Kunstwerk. Kleine Löcher geben ihr Struktur. Seitlich und im unteren Drittel der Wand angebrachte Lichtleisten werfen warmes Licht auf die Fläche. So entstehen auf ihr verschiedene Weißtöne.  

2. Anders geht der niederländische Architekt Jen Alkema an die Sache heran. Er lässt Licht von der Decke einfallen und setzt auf Linien und Rahmen, die den gesamten Raum und die einzelne Wand lebendig machen.

3. Starke Konstrast? Nein danke! Die weiße Wand einer Küche peppt  Philipp Mainzer, Architekt und Geschäftsführer des Möbellabels e15, mit hellem Stein auf. Eine Ton-Ton-Kombination, die sich sehen lassen kann. Auch die Arbeitsplatte ist auch Stein und trotz des Materials superdünn. Bis vor einigen Jahren waren Platten noch um die 4 Zentimeter stark. Inzwischen gilt: Um so dünner, um so stylischer. Manche messen nur noch 10 Millimeter.

Mehr lesen? Poesie in Weiß - Schöne Wohnaccessoires
Traumküche vom Architekten Felipe Hess

via 1 © Dehulla Architects, Tim an de Velpe (Foto) 2 © Jen Alkema 3 © Philipp Mainzer, Ingmar Klurth (Foto)