Donnerstag, 28. August 2014

Von der Leichtigkeit des Seins / Keramik von Marie T. Hermann



Summer is back! 
Wie ich diese sonnigen warmen Tage liebe. Und ihre Leichtigkeit, die sich morgens schon ausbreitet, wenn mich Sonnenstrahlen wecken. 

Leichtigkeit kam mir auch als erstes in den Sinn, als ich Marie T. Hermann entdeckte: 1979 in Kopenhagen geboren, studiert sie in London Keramik und lebt heute in Detroit und Kopenhagen. Ihre Schalen, Vasen, Dosen und Kugeln arrangiert sie so gekonnt auf Regalen, dass Galerien sie ausstellen. 

Ich mag ihre schlichten Installationen -  um so mehr als jede(r) von   uns ein Regal und drei schöne Gegenstände besitzt. 

via © Marie T. Hermann (Stillness in the Glorious Wilderness)
Follow on Bloglovin

Mittwoch, 27. August 2014

Light me up / Formschöne Glühbirnen



Was lange ein NO GO war, wird plötzlich Trend: Wer hätte sich vor ein paar Jahren eine nackte Glühbirne ohne Lampenschirm an die Decke gehängt? Freiwillig wohl kaum einer.

Dann tauchen Exemplare in ungewöhnlichen Formen, mit schönen Fassungen und in Gold oder Kupfer schimmernden Glühfäden auf und plötzlich sind die Teile hipp. Vielleicht ist es ein verspäteter Protest gegen das Glühbirnenverbot von 2009? Der Lampendesigner Ingo Maurer kommentierte das Verbot so: "Ich war dagegen. Das Licht hat angefangen mit Feuer. Mit dem Ende der Wolframlampe ist es erloschen."

Lampen, Kosmetiktäschchen,  Holztablett, Tuch von House Doctor
via 1 © Bodie and Fou, 2 © House Doctor
Follow on Bloglovin

Dienstag, 26. August 2014

Rock the bath / Badmöbel von Marike Andeweg



Als kleines Mädchen räumt die Niederländerin Marike Andeweg alle paar Wochen ihr Zimmer um. Später studiert sie Industriedesign in Den Haag und streicht mit ihren Händen über die seidenglatte Oberfläche von weißem Christalplant. Ein Material, in das sie sich schockverliebt und das sie beflügeln: Aus ihm will sie irgendwann einmal eine ganze neue Art von Badmöbeln entwerfen. 
Doch erstmal arbeitet sie für Pastoe. Keine schlechte Adresse für jemanden wie Marike, die puristisches Design mag.

Dann 2010, Marike ist 32 Jahren alt, gründet sie in Amsterdam ihr Label NotOnlyWhite und entwirft schön schlichte Waschbecken, Badewannen, Boards und Accessoires. 
Heute stehen wir in ihrem privaten hellen Bad, das Marike mit ihren Produkten gestaltet hat. Was auch sonst?  

via © Marike Andeweg, Moni van Bruggen (Fotos), Stefanie Maas (Styling)
Follow on Bloglovin

Montag, 25. August 2014

Der Actionheld Joseph Dirand

Apartment von dem Architekten Joseph Dirand Interioblog Leuchtend Grau
Apartment von dem Architekten Joseph Dirand Interiroblog

                                  
Einen warmen Applaus für den Architekten und Award-Abräumer Joseph Dirand - the godfather of interior himself. 

Vor einigen Monaten habe ich ihn und sein Pariser Apartment vorgestellt, allerdings ohne den Flur mit dem hellgrauen Sofa, auf dem der 40jährige Franzose heute überraschenderweise mal ohne Kopfhörer sitzt. Denn eigentlich hört er fast ununterbrochen Musik, geht gerne und viel aus, besucht oft Festivals und schläft keine Nacht mehr als 5 Stunden. Er sagt von sich selbst, er sei obsessiv, lebe schnell und liebe, was er tue. Und was tut er? Er richtet Wohnungen, Häuser und Shops ein - wie den von Alexander Wang in Beijing.  

Während Dirand irgendwie immer in Action ist, ist sein Einrichtungsstil eher ruhig und übersichtlich, minimalistisch, fast schon zeitlos und in meinen Augen unbedingt sehenswert. 
Mehr von und über Joseph Dirand (hier)

via © Simon Watson (Fotos)
  Follow on Bloglovin

Donnerstag, 21. August 2014

Im Kloster übernachten - Teil 2



Et volià - gestern habe ich bereits Bilder von diesem unaufdringlich schönen Hotel und Restaurant in dem ehemaligen französischen Kloster Fontevraud  gezeigt. Heute kommt der zweite Schwung von Fotos ... und das Designer-Duo Patrick Jouin and Sanjit Manku kommt zu Wort, das das Gebäude restauriert und eingerichtet hat: 

"Als wir den Auftrag erhielten, dass Hotel und Restaurant zu gestalten, haben wir uns leise ins Kloster geschlichen und sind durch seine Räume und Gänge gegangen. Wir wollten die Atmosphäre dieses alten Gebäudes erspüren." 

Immerhin ist Fontevraud über 1000 Jahre alt und hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Es war Kloster, Hospiz und Gefängnis. Der letzte Gefangene wurde erst 1985 entlassen. 

Ich finde, die beiden französischen Designer sind umsichtig mit dem Kloster umgegangen. Sie selber gehen sogar noch einen Schritt weiter und sagen: "Wir hatten und haben Respekt vor ihm". Das spiegelt sich auch im Interior wieder. So sind die hellen Sandstein-Mauern nicht übertüncht worden. Diese Ursprünglichkeit mag ich persönlich sehr. 

Am Sandstein haben sich Jouin und Manku dann auch orientiert, als sie die Möbel für das Kloster entwarfen. So bauten sie die Rezeption aus warmen Eichenholz-Bohlen und schwarzem Metall (Foto 1 und 2). Als Kontrast zum hellen Stein und dem Eichenholz erhellen Steh- und Hängelampen aus dunklem Walnussholz die Gänge und das Restaurant (hier, Foto 5). 

Dazu kommen Stühle und Bänke aus hellbraunen und grauem Leder. Nur in den Hotelzimmern kommt dezent noch Gelb mit ins Spiel. Das war es dann aber auch. Und so wie sich die Designer mit Farben zurückhalten, machen sie es auch mit den Möbeln. Die Einrichtung ist minimalistisch, aber nicht spartanisch. 

Der Fotograf Nicolas Mathéus hat die Atmosphäre des Hotels und Restaurants beeindruckend eingefangen. Danke, dass ich die Fotos auf meinem Blog zeigen darf ...

via © Jouin MankuS2H Communication, Nicolas Mathéus (Fotos)
Follow on Bloglovin

Mittwoch, 20. August 2014

Im Kloster übernachten - Teil 1


Helles Gemäuer, hohe gewölbte Decken, lange Gänge - das ehemalige Kloster Fontevraud, im Loire-Tal gelegen, wurde lange restauriert und ein Teil von ihm in ein Hotel und Restaurant umbaut. Beide öffneten erst vor kurzem ihre Pforten ... 

Da ich heute aber so gar keine Zeit zum Bloggen habe, werde ich erst morgen mehr über diesen ungewöhnlich schönen Ort und sein Interior erzählen und weitere Fotos zeigen ...  à bientôt.

via © S2H CommunicationNicolas Mathéus (Fotos)
Follow on Bloglovin

Freitag, 15. August 2014

Hans J. Wegner / Neko Case



Vorgestern Abend war ich auf einem Konzert von Neko Case (Hörprobe hier). Bis dahin hatte ich nur wenig von der amerikanischen Songwriterin gehört, die barfuss performte und vom Playboy mal als "Sexiest Babe Of Indie Pop" bezeichnet wurde. 

Nach dem Konzert saß ich mit Freunden noch am Goldbekufer - Hamburg ist ja von Kanälen nur so durchzogen. Irgendwann nach Mitternacht bin ich dann durch die laue Sommernacht nach Hause geradelt. Dort angekommen habe ich mich glücklich und zufrieden in meinem Sessel fallen lassen. Aber er ist irgendwie unförmig und so ich bin langsam von ihm runtergerutscht. 

Mit dem Sessel CH 468 (seltsamer Name für ein Möbelstück, klingt eher wie das Kürzel einer CIA-Akte) wäre mir das nicht passiert. Entworfen wurde er bereits 1960 von dem dänische Designer Hans J. Wegner, aber erst 2010 kam er auf den Markt. Seitdem  heißt er Oculus (Auge). Und sein Hellgrau würde so 1A-mäßig in meine Farbpalette passen ...

via 
© Carl Hansen & Son

Mittwoch, 13. August 2014

Neues von Bolia / Stilvolles für die Küche



Muss man von allem begeistert sein, jeden Trend mitmachen? Nein, ich finde nicht ... 

Zur Zeit landet fast jeden Tag ein neuer Winterkatalog in meiner Mailbox oder in meinem Briefkasten. Aber ich bin mitten im August noch immer von Kopf bis Fuss auf Sommer eingestellt und mag mich gerade so gar nicht mit Minusgraden, Kerzen und Wolldecken beschäftigen, mit Weihnachten noch mal weniger. 

Aber dann fand ich in der Bolia-Kollektion 2015 doch einige Fotos, die zu meiner Sommerstimmung und zu meinem Wunsch, meine Küche aufzupeppen, passten - here we go.

via © Bolia