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Mittwoch, 15. Oktober 2014

Lichtdurchflutet / Designhotel in den Weinbergen



Gestern habe ich ein helles Haus in der Provence gezeigt, heute reise ich mit dem Finger auf der Landkarte ins "französisches Eck", nach Franschoek, einem kleinen Ort in Südafrikas. Mitten in den Weinbergen liegt dort das Hotel Maison Estate.

Man könnte fast meinen, der Besitzer des Hotels, Chris Weylandt, und die französische Innenarchitektin Jacqueline Morabito, dessen Haus ich gestern vorgestellt habe, würden sich kennen. Mehr noch, als hätten sie sich mehrfach stundenlang über die Farbe Weiß ausgetauscht.

Beide haben unverkennbar ein Faible für diese Farbe und kombinieren sie mit erdigen Beige- und Brauntönen.
Bei Weyandt fällt alles ein bisschen rustikaler aus, nichts desto trotz bleibt auch er minimalistisch. 

Schmunzeln musste ich, als ich seine Biographie las: Er ist in Namibia gehören und von Beruf Buchhalter. Nicht die schlechteste Voraussetzung, um erst einen eigenen Möbel-Shop zu gründen und dann ein Hotel, samt Restaurant und Winzerei. 

Danke, Romain Ricard für die Fotos!

via © Romain Ricard
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Donnerstag, 21. August 2014

Im Kloster übernachten - Teil 2



Et volià - gestern habe ich bereits Bilder von diesem unaufdringlich schönen Hotel und Restaurant in dem ehemaligen französischen Kloster Fontevraud  gezeigt. Heute kommt der zweite Schwung von Fotos ... und das Designer-Duo Patrick Jouin and Sanjit Manku kommt zu Wort, das das Gebäude restauriert und eingerichtet hat: 

"Als wir den Auftrag erhielten, dass Hotel und Restaurant zu gestalten, haben wir uns leise ins Kloster geschlichen und sind durch seine Räume und Gänge gegangen. Wir wollten die Atmosphäre dieses alten Gebäudes erspüren." 

Immerhin ist Fontevraud über 1000 Jahre alt und hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Es war Kloster, Hospiz und Gefängnis. Der letzte Gefangene wurde erst 1985 entlassen. 

Ich finde, die beiden französischen Designer sind umsichtig mit dem Kloster umgegangen. Sie selber gehen sogar noch einen Schritt weiter und sagen: "Wir hatten und haben Respekt vor ihm". Das spiegelt sich auch im Interior wieder. So sind die hellen Sandstein-Mauern nicht übertüncht worden. Diese Ursprünglichkeit mag ich persönlich sehr. 

Am Sandstein haben sich Jouin und Manku dann auch orientiert, als sie die Möbel für das Kloster entwarfen. So bauten sie die Rezeption aus warmen Eichenholz-Bohlen und schwarzem Metall (Foto 1 und 2). Als Kontrast zum hellen Stein und dem Eichenholz erhellen Steh- und Hängelampen aus dunklem Walnussholz die Gänge und das Restaurant (hier, Foto 5). 

Dazu kommen Stühle und Bänke aus hellbraunen und grauem Leder. Nur in den Hotelzimmern kommt dezent noch Gelb mit ins Spiel. Das war es dann aber auch. Und so wie sich die Designer mit Farben zurückhalten, machen sie es auch mit den Möbeln. Die Einrichtung ist minimalistisch, aber nicht spartanisch. 

Der Fotograf Nicolas Mathéus hat die Atmosphäre des Hotels und Restaurants beeindruckend eingefangen. Danke, dass ich die Fotos auf meinem Blog zeigen darf ...

via © Jouin MankuS2H Communication, Nicolas Mathéus (Fotos)
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Donnerstag, 4. Juli 2013

Designhotel auf Mykonos



Ach, ich hätte Lust, mich im Hotel San Giorgio auf Mykonos einzuquartieren. Es liegt am Meer und wenn ich die Augen schließe, kann ich die Wellen branden hören ... 

Ich mag die Ruhe, die von diesem Räumen ausgeht. Und den schlichten Stil aus Stein, Holz, Weide und Bast. Als hätten die Besitzer von San Giorgio (zu denen ich gleich noch komme) am Strand und im Wald von Mykonos die Materialien zusammengesucht ... stimmt natürlich nicht! Denn Möbel aus recyceltem Holz gibt es inzwischen längst selbst in Deutschland. Tische hier, Bänke hier, hier Hocker hier, hier

Die weißen Wände und hellen Böden geben den Räumen Weite. Und damit das Ganze nicht langweilig wirkt, wurden schwarze und bunten Farbtupfer verteilt... 

Und ehrlich, ich war überrascht, als ich las, dass zwei Deutsche dieses Design Hotel führen: Thomas Heyne und Mario Hertel trafen sich vor 15 Jahren zufällig am Strand von Ibiza. Thomas hatte damals seine Ausbildung zum Immobilienkaufmann abgebrochen und betrieb einen Nachtclub in Ulm. Mario führte mit 18 Jahren bereits sein erstes Café in Bayreuth. 
Im letzten Jahr haben die beiden dann gemeinsam San Giorgio eröffnet.

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