Dienstag, 28. Juli 2015

Die Weichzeichnerin



Mit feinen Pinselstreichen malt Silke Bonde hellgraue Linien auf Aquarellpapier. Oder lässt Farbe auf einem Blatt verlaufen. 

Das klingt erst mal nicht aufregend, doch bei der Designerin aus Kopenhagen kommen dabei leichte, fast schon schwebende Bilder heraus. Sie erinnern mich an flirrendes Sommerlicht.  


By the way: Die Bilder wurden vom Studio Oink aus Leipzig in Szene gesetzt.  

via © Studio Oink 
Follow on Bloglovin

Montag, 27. Juli 2015

Neue Bäder braucht das Land


Es wird vernachlässigt,unterschätzt und soll vor allem eins sein: praktisch. Das Bad. 

Doch es gibt Gegenentwürfe - und dies ist einer von ihnen. Dieser Raum ist schön inszeniert, mit Lampen, die an ein Wohnzimmer erinnern und einem Waschtisch, der auch im Esszimmer stehen könnte, wäre in seiner Platte nicht ein Waschbecken eingelassen.

Wenn ich dieses Möbelstück allerdings in mein Mini-Altbau-Bad stellen würde, könnte ich den Raum nicht mehr betreten ... schade aber auch. 

via © Altamarea
Follow on Bloglovin

Montag, 13. Juli 2015

Think green

Styling mit Sukkulenten


Es gibt ein Foto von mir, auf dem ich als keines Mädchen glücklich im Wohnzimmer meiner Eltern tanze. Im Hintergrund ist deutlich ein Gummibaum mit fleischigen Blättern zu sehen.

Die Liebe zur Musik ist geblieben, aus der zu Zimmerpflanzen ist nie eine geworden. Ich habe es mit einem Ficus, einer Drachenpalme und Zimmerlinde versucht. Alle drei Beziehungen sind gescheitert. 

Dagegen hat die Stylistin Elisabeth Kruse, die in Kopenhagen lebt und arbeitet, einen grünen Daumen und ungewöhnliche Ideen. Als sie von der dänische Wohnzeitschrift Bo Bedre beauftragt wird, Geschirr in Szene setzen, kommen ihr Sukkulenten in den Sinn. In einer Gärtnerei kauft sie gleich eine ganze Palette dieser Pflanzen, deren Blätter mal hellgrün, mal jadefarbend, mal violett schimmern. Zurück in ihrem Studio stellt sie die Pflanzen dicht nebeneinander, bis ein grün-violetter Teppich entsteht. Darauf platziert sie graue Teller und weiße Schalen,legt Holzlöffel und bronzefarbenes Besteck dazu. Ein perfektes Styling. 

Flache Teller "New Norm" von Menu
Holzlöffel von Bloomingville
Besteck "Spiga" von Ilva
Schwarzer Teller von Carl Emil Jacobsen

Danke, Kira, für das Foto!

via © Kira Brandt (Foto), Elisabeth Kruse (Styling)
Follow on Bloglovin

Donnerstag, 9. Juli 2015

Alles so schön grau hier



Ich lebe in einer Großstadt.
Sie ist laut und grell.
Werbung immer und überall,
mal großformatig, mal beleuchtet, mal schrill.
Alles schreit nach Aufmerksamkeit.

Glücklich ist, wer einen ruhigen Ort zum Runterkommen hat. Noch besser, wenn dieser Ort in den eigenen vier Wänden liegt. Mit der richtigen Farbe an ihnen an, fängt die Ruhe an. Sie gibt den Ton an, lange bevor Möbel ins Spiel kommen. Meine Wände waren bisher weiß. 

Dann fragt mich Alpina, ob ich ihre 32 "Feinen Farben", die es gerade gemischt hat, vorstellen könnte. Alle seien "leicht grau überhaucht". Aha!? Mein Interesse ist geweckt. Ist Grau mit von der Partie ist, kann es nur spannend werden.

Also sehe ich mir erst die Farben an, dann die 110-seitige Broschüre Farbenführer Feine Farben. Ich bin geflasht von den gelungenen Interior-Fotos. Sie zeigen, wie die Farben im Raum und mit Möbeln wirken. Und tatsächlich: selbst ein Gelb, Grün, Violett, Orange und Rot sind hier dezent zurückhaltend. Daneben gibt es ruhige Beige-, Blau- und natürlich eine ganze Palette an Grautöne. 

Dazu fast schon poetische Texte über die Persönlichkeit jeder Farbnuance und praktische Tipps für das Gestalten von Wänden und für richtige Farbkombis. Wer Inspiration sucht, findet sie.

By the way: Auf dem Fotos 1 und 3 ist die Wand vor dem Tisch in Hellbraun (No. 07 "Zauber der Wüste") gestrichen. Auf dem Foto 2 sind die Wände weiß, aber die Decke ist in Grau (No. 01 "Stärke der Berge")akzentuiert worden. 

via © Alpina
Follow on Bloglovin

Dienstag, 7. Juli 2015

Nordlichter: Lampen von Pholc

Helle Lampen von dem dänischen Label Pholc vor einer schwarzen Wand
Das schwedische Lampenlabel Pholc will das skandinavische Design mit Punk aufmischen.
Pendelleuchte aus dunkelnen Holz über einem Tisch.

Bei Punk denke ich an The Clash, Sex Pistols und Vivienne Westwood, die als "Queen of Punk" John Lydon (Sänger von den Sex Pistols) zerrissene Jeans und Netzhemden auf den Leib schneiderte. Aber Lampen? Die sind mir bei Punk bisher nicht in den Sinn gekommen. 

Dann verschicken die Designer des schwedische Labels Pholc, das seit über 50 Jahren Lampen entwirft, eine Pressemitteilung: "Wir wollen dem gradlinigen skandinavischen Stil mit Punk-Elementen aufmischen". 

Das will ich sehen! Sofort klicke ich mich durch die neue Kollektion des Lampenherstellers: Schlichter nordischer Stil? Ja, den erkenne ich. Mir fallen auch die ungewöhnlichen Formen auf (gelungen!), aber wo bitte ist der Punk? 


via © Pholc
Follow on Bloglovin

Freitag, 3. Juli 2015

Please sit down / Stühle von Pastoe

Post vom dem Blog LEUCHTEND GRAU: Stuhl aus Metall mit grünen Polstern und Armlehnen aus Holz
Stühle aus Rohrstahl stehen in einer Reihe nebeneinander


"Herr Braakman, sind Sie als Mensch so gradlinig wie Ihre Möbel?" Diese Frage und andere hätte ich gerne dem wohl bedeutendsten niederländischen Designer gestellt, wäre er nicht 1995 im Alter von 78 Jahren gestorben.

Drei Jahrzehnte lang war Braakman Chefdesigner von Pastoe, einem Label das minimalistische Möbel herstellt mit Sitz in Utrecht. Bereits in den 50er Jahren entwarf der Niederländer als einer der ersten Stühle aus Rohrstahl. 

Ich bin immer wieder überrascht, wie modern diese Möbelstücke noch heute wirken. 2013 legte Pastoe die Stühle neu auf und mir gefällt besonders der Loungechair FM06 mit grünen Polstern und Armlehnen aus Nussbaum.  

via © Pastoe
Follow on Bloglovin

Mittwoch, 1. Juli 2015

Poesie in Weiss

Der Star-Architekt John Pawson liebt Weiß. Grund genug, Schönes in dieser Farbe zu zeigen.
Der Star-Architekt John Pawson liebt Weiß. Grund genug, Schönes in dieser Farbe zu zeigen.
Der Star-Architekt John Pawson liebt Weiß. Grund genug, Schönes in dieser Farbe zu zeigen.

Als Kind wollte John Pawson der neuer James Bond brillieren, doch dann wurde er Architekt. Als solcher ist er ebenso erfolgreich wie Sean Connery oder Daniel Craig. 

Der Brite liebt es, Dinge auf das Wesentliche zu reduzieren, und die Farbe Weiß. Sie strahle Ruhe und Klarheit aus und sei vielfältig: "Es gibt 50 verschiedene Weißtöne", sagt Pawson, als führe er Buch über diese Farbe. 

Auf so viele Töne komme ich in meinem  heutigen Post nicht. Aber das tut meiner Sympathie für Weiß keinen Abbruch ... 

Schale, Flaschen, Decke von Folklore

via © Folklore 
Follow on Bloglovin