Montag, 29. Dezember 2014

Minimalistisches Bad

Ein minimalistischer Bad mit einem ungewöhnlichen Waschbecken aus glatten Cristalplant.
Mein Bad ist so groß wie ein Schuhkarton - das kommen mir diese schön-schlichten Waschbecken gerade recht


Komme ich von Reisen zurück in meine Wohnung, sehe ich sie plötzlich mit anderen Augen. Manches finde ich nach wie vor unschlagbar schön und harmonisch. Anderes würde ich am liebsten sofort ändern - wie mein Bad.

Nein, es ist nicht hässlich, aber es ließe sich durchaus toppen. Und während ich über den kleinsten Raum meiner Wohnung nachdenke, fällt mir die niederländische Designerin Marike Andeweg ein. Sie gestaltet schlichte Badmöbel in ungewöhnlichen und modernen Formen. Und aus Cristalplant, einem glatten, handschmeichelnden Material, das überwiegend aus Mineralteilchen besteht. 

Mehr über und von der Designerin Marike Andeweg hier.

via © NotOnlyWhite Marike Andeweg, Moni van Bruggen (Fotos), Stefanie Maas (Styling)
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Dienstag, 23. Dezember 2014

Weihnachten / Baum aus Sternen



Die dänische Designerin Louise Roe hat einen Hang zum Purismus - auch an Weihnachten. Was mir entgegenkommt. Denn obwohl ich über Interior und Design blogge, habe ich keine Kiste mit Kugeln, Kränzen und einer Krippe im Schrank stehen, die ich spätestens heute heraushole - immerhin ist morgen der 24. Dezember.

Doch was sich Roe zu Weihnachten hat einfallen lassen, spricht mich an: Sie hat einen Baum aus kleinen und großen Sternanhängern einfach an die Wand geklebt. Schöne Idee.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen harmonische Weihnachtstage - mit wem und wo auch immer Ihr sie auch verbringt.

Stern-Anänger von Louise Roe
Stuhl von Pastoe 

via © Louise Roe

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Montag, 22. Dezember 2014

Stillleben / Gold und Marmor

Best friends: Marmor und Gold
Best friends: Gold und Marmor

Vor ein paar Tagen habe ich ein Haus vorgestellt, das der italienische Interior-Architekten Vincenzo De Cotiis gestaltet hat. Im Wohnzimmer der Villa hat er unter schwebenden Sideboards Lichtleisten angebracht, die ein warmes, fast schon goldenes, Licht verströmen(hier). 

Dabei fielen mir Fotos wieder ein, die ich schon vor Wochen bei Figtny auf Instagram entdeckt habe - mit einer so einfachen wie wirkungsvoll-schönen Idee: Eine eckiges Marmorschale ist nur mit einer goldenen Schere und einer schwarzweißen Postkarte dekoriert, die das Guggenheim Museum in New York zeigt. Und es geht sogar noch minimalistischer, wenn nur die Schere auf dem Marmor liegt. 

Danke, Figtny, für die Fotos. 
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Mittwoch, 17. Dezember 2014

Das Spiel mit den Kontrasten - Vincenzo de Cotiis

Ein ehemaliges Labor verwandelt der Innenarchitekt in ein lichtdurchflutete Villa
Im Wohnzimmer stehen Sofas, die De Cotiis selbst entworfen hat.
Gerahmten Platten aus verwittertem Aluminium hängen als Bilder an den Wänden
Im Esszimmer steht ein runder Tisch mit geschwungenen Metallbeinen

Mit den rauen Wänden erinnern diese Räume an den Fight Club, in dessen Keller Brad Pitt und Edward Norton sich prügelten. In dem ehemaligen Chemielabor in Wien wurde noch nie ein Boxkampf ausgetragen, dennoch ging es auch dort einige Monate lang gewalttätig zu. Umgestaltet wurde das Labor vom Mailänder Architekten, Designer und Innenarchitekten Vincenzo De Cotiis. Als erstes ließ er Wände einreißen.

Es entstand ein weites, lichtdurchflutetes Loft, in dem der 56-Jährige De Cotiss mit Kontrasten spielt und Materialien aufeinanderprallen lässt, die "mal edel, mal roh, mal wild und immer intensiv im Ausdruck sind", er erklärt.

Der Boden, die Wände und Decken aus Beton wirken elegant, aber auch kalt. Doch die Sofas im Wohnzimmer sind knuffig und aus weichen Leder (Foto 1 + 2), die schwebenden Sideboards aus warmen Holz. Gewollte Spannung.

Sofas und Sideboards hat das Multitalent selbst entworfen. Er findet Fließband-Möbel „unsexy“. Sein Studio, in dem acht Architekten und Designern für ihn arbeiten, liegt in Milano; die zwei Werkstätten in der Nähe von Parma. Dort baut er - unterstützt von einem Handwerker-Team - einen Teil der Möbel für sein Label PROGETTO DOMESTICO tatsächlich selbst. Alle Stühle, Tische und Lampen haben Seltenheitswert, von keinem gibt es mehr als 10 Exemplare.
Die Möbel im Wiener Loft wirken wie für übermorgen, entstanden aber aus Materialien von gestern – wie die gerahmten Platten aus verwittertem Aluminium, die als Bilder im Loft an den Wänden hängen. Oder die Sideboards aus gebürstetem Recyclingholz, die über die ganze Breite des Wohnzimmers angebracht sind.

Kaum ein anderer Architekt recycelt so viel wie de Cotiis. Er arbeitet mit Marmor, verwittertes Leder, Fieberglas aus Schiffswerften, Kunstharz, verwaschenes Kaschmir, oxidiertes Messing. „Ich fange immer mit dem Material an und passe die Form an. Die Form kommt an zweiter Stelle“, erzählt er.

Doch von Italien noch einmal zurück ins Wiener Loft: Unter den Sideboards sind Lampenleisten angebracht, die fast schon goldenes Licht verströmen. Auch dies ist ein inszenierter Kontrast zum Beton und zur minimalistischen Einrichtung. Und dann gibt es noch eine kleine Überraschung, für die De Cotiis immer gut ist: Mitten im Raum hängt eine zwei Meter lange Zwille, die man erst auf dem zweiten Blick als Lampe erkennt (Foto 3). Molto impressionante.


Dank an Vincenzo De Cotiis für die Fotos.
via © Vincenzo De Cotiis Architects, Max Zambelli (Fotos) 
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Freitag, 12. Dezember 2014

Metallica / Messing rockt

Messing-Würfel steht in der Mitte einer weißen Küchen
Mit ihrem langen Arm kommt die Wandlampe aus Messing über einem schlichten Esstisch schön zur Geltung


Für alle, die bei Messing nicht an den Royal Palast und den verschnörkelten Teewagen der Queen denken, sondern an Metallica: Messing kann rocken, und zwar richtig. Drei Beispiele:


Blockbuster aus Messing

Mitten in der Küche einer Stockholmer Wohnung steht sie da - hochglänzend, massiv, stylish - eine mit Messing umschichtete Kücheninsel (Foto 1). Die Idee hatte das schwedische Architektur- und Designbüro Claesson Koivisto Rune, als es 2013 die komplette Wohnung neu einrichtete (hier mehr Einblicke). Einen Blockbuster aus Messing - das hatte sich vor ihnen noch niemand gewagt.

Hochglänzender Metallträger
Bereits 2006 betrat der deutsche Produktdesigner Sebastian Herkner mit "Bell Table" unter dem Arm die Designbühne (Foto 2). Auch er überraschte: Die Platte seines Tisches war aus polierten Messing, nicht der Fuß. Das Schwere lag oben, und das Leichte, Zerbrechliche, bildete die Basis: ein geschwungener Fuß aus Glas. Der Tisch brachte eine Lawine ins Rolle und war der Beginn seiner Blitzkarriere.


Der lange Arm des Messings

Last but not least: Weniger spektakulär als die Kücheninsel und "Bell Table" ist die "Long Wall Lamp" dennoch ein glänzender Entwurf. Das italienische Label RestartMilano hat dafür Messing poliert.  

via 1 © Claesson Koivisto Rune, 2 © Studio Sebastian Herkner, 3 © Merchant No. 4

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Blue Note


Ich mache heute blau: Mit einem Stuhl, den der dänische Designer Arne Jacobsen 1955 für eine Schule entworfen hat und der in 2014 von dem Möbellabel Howe wieder neu aufgelegt wurde. Und einem schönen Stillleben von der dänischen Stylisten Gitte Kjaer.

via © HoweGitte Kjaer (Styling), Mikkel Mortensen/Anders Schønnemann (Fotos)
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Dienstag, 9. Dezember 2014

Glanzlichter / Lampen von Monica Förster

Die formschöne weiße Pendellampe ist aus Steinpapier geformt und verströmt warmes Licht


Die Designerin Monica Förster liebt ungewöhnliche Materialien. Und die Skulpturen des Bildhauer Isamu NoguchiUnd so entsteht in ihrem Kopf eine Idee: Sie will eine Lampe entwerfen, eine besondere, eine aus Steinpapier und mit einer klaren Form. 

Dafür lässt sie Kalkstein zu Pulver zermahlen und mit Harz vermengen, bis sie glatte Steinpapier-Bögen in den Händen hält. Daraus gestaltet sie die Lampe "Lullaby", die ein ungewöhnlich warmes Licht verströmt. 

via © Lightyears
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Montag, 8. Dezember 2014

Stylistin gestaltet Schlafzimmer

Schwarze Wand, heller Teppich und ein weiches Fell auf dem Bett.
Vor der schwarzen Wand steht ein Bett mit Felldecke, auf Boden liegt ein heller Teppich.
Schwarze Wand, heller Teppich und ein weiches Fell auf dem Bett - die New Yorker Stilistin Tamara Makel hat dieses Schlafzimmer designed

Kann Minimalismus gemütlich sein? Und ob! Die amerikanische Interior-Stylistin Tamara Magel macht es vor und setzt in einem Schlafzimmer auf Naturtöne und die Farbe Schwarz.  


Das Schlafzimmer liegt in einer ehemaligen Uhrenfabrik im New Yorker Stadtteil Sag Habour. Und damit sind wir bei der Amerikanerin Iris Dankner: Die Amerikanerin wollte zwei Leidenschaften - Interior und Fundraisung - miteinander verbinden und ruft das Projekt Holiday House Hamptons ins Leben: Jährlich wird ein New Yorker Gebäude von zwanzig Architekten und Interior-Designer zum Ferienhaus umgestaltet. In 2014 fiel die Wahl auf die erwähnte Uhrenfabrik. Haben die Kreativen ihre Arbeit beendet, öffnet das "Showhouse" seine Tür für Besucher. Das eingenommene Geld kommt der Breast Cancer Research Fundation zugute. 

Dieses Jahr war Magel, deren Studio auch in New York liegt, mit von der Partie.  Bevor sie sich auf das Einrichten von Wohnungen verlegte, arbeitete sie als Beraterin für Designfirmen. Die junge Stylistin hat den industriellen Charme des Raumes erhalten und ihm gleichzeitig etwas Warmes gegeben. Ein düsteres Gemüt kann man ihr nicht nachsagen – auch wenn sie eine Wand in Schwarz strich. Erst diese satte Farbe gibt dem Raum erst seinen Glamour. 

Mehr: Black Moments/Schwarze Interiors

via © Tamara Magel Studio 
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