Sonntag, 27. September 2015

So wohnt der Architekt Vincent van Duysen

Leuchtend Grau: im großzügigem Wohnzimmer stehen zwei große Holztische mit Holzhockern
Leuchtend Grau: Im Wohnzimmer stehen zwei rustikale Holztische mit Holzhockern.
Leuchtend Grau: Im Wohnzimmer stehen neben Holztischen auch Sofas in beige.


Der Architekt Vincent Van Duysen lebt in Antwerpen, geht mit offenen Augen durch das Leben und die Straßen. Deshalb fällt ihm auch auf dem Weg von seiner Wohnung zu seinem Büro ein runtergekommenes, mit Graffitis besprühten Haus aus dem 19. Jahrhundert auf. 

Dann steht es plötzlich leer. Und van Duysen, der zwei Dackel besitzt, findet heraus, dass es zum Verkauf steht. Der damals 37-Jährige erwirbt und saniert das einstöckige Haus, auf dessen Wände Schichten von Tapeten kleben und auf den Böden Teppiche und Linoleum. Doch das sollten die kleinsten Herausforderungen sein. Denn die Substanz des Hauses ist angegriffen. Und er muss sie erneuern.

Jetzt liegt im Erdgeschoss ein lichtdurchflutetes Wohnzimmer mit hellen Wänden und Dielen. Als erstes fällt mein Blick auf die rustikalen Holztische und Hocker, dann auf die Arbeit des Künstlers Tadashi Kawamata an der Wand, die dem Raum etwas Warmes gibt. Alles ist in hellen dezenten Beigetönen gehalten. Auf der anderen Seite des Raumes kommen dann Schwarz, Grau, Dunkelbraun und Weiß mit ins Spiel, aber sich nicht ins Gehege.  
Trotz der wenigen Möbel wirkt der große Raum einladend und warm. 

Wer noch mehr von diesem Haus sehen möchte, für den habe ich einen Buchtipp: Der spanische Fotograf Manolo Yllera - einer meiner Favoriten - hat den Architekten in Antwerpen besucht, ist mit seiner Kamera von Raum zu Raum gegangen und hat die Fotos mit Texten inzwischen in seinem Buch "Vincent Van Duysen" veröffentlicht

Mehr von Manolo Yllera auf meinem Blog hier und hier.

Weiterlesen? Vincent will Meer - Badetag mit dem Architekten Vincent van Duysen

via © Manolo Yllera
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Samstag, 26. September 2015

Vom Berghotel Rosalpina in den Dolomiten und einer Wolldecke

Über einem Stuhl, der vor einem Fenster steht, hängt eine schöne Wolldecke

Zwei Freundinnen gehen abends auf ein Konzert von Sea & Air und trinken danach noch einen Absacker in einer Bar. Als sie wieder auseinandergehen, haben sie beschlossen, sie werden zusammen auf Tour gehen.

Keine zwei Wochen später sind Nadine von Stylish Living und ich auf der Autobahn von Hamburg in Richtung Südtirol. Wir wollen in die Dolomiten. Wanderschuhe, Windstopperjacken und Laptops im Gepäck.

Für Nadine ist es der erste Tripp in die Berge, für mich der erste seit fünf Jahren. Schon Tage vorher will mein Herz vor Vorfreude explodieren. Miss Stylish-Living hat die superschönen Hotels herausgesucht, ich die Wanderrouten zusammengestellt. Um so karger die Felsen und um so wilder die Landschaft um so besser. Für mich fangen Berge erst überhaupt der Baumgrenze an.


Unser erstes Hotel in den Dolomiten ist das Rosalpina, ein abgelegenes 4-Sterne-Haus, 20 km von Brixen (Italien) entfernt. Wir fahren gefühlte 2 Stunden Serpentinen hoch auf 1770 Meter. Die Straße wird immer schmaler, fast übersehen wird den Abzweiger zum Hotel. Dort angekommen nimmt uns Stefan, der Hotelier, in Empfang und bringt uns  in die erste Etage - er trägt dabei unser Koffer die alte knarzende Holztreppe hoch - auf das Zimmer 203. Wobei Zimmer eine Untertreibung ist. Es ist eine 40 qm große Suite mit einem Wohn- und Schlafzimmer, einem großem begehbaren Kleiderschrank und einem Bad. Als Nadine und ich die Balkontür unserer Suite öffnen und auf den 2875 Meter hohen zerklüfteten Pleitlerkofel blicken, fallen wir uns spontan in die Arme. Wir sind hingerissen von soviel Berg und von der Schönheit unseres Hotels. Genau, schon da war das Rosalpina "unser Hotel" - es war Liebe auf den ersten Blick. Seht Euch nur die Bilder auf Pinterest an.



Entworfen wurde das Haus 1916 von dem Architekten Otto Wagner als Lungenheilanstalt. Deswegen fällt noch heute in allen Suites am Tag die Sonne auf die Betten. Doch daraus wurde nix. Lange stand das Haus leer, bis der Hotelier Alois Hinteregger, der Vater von Stefan, das Haus vor erst ein paar Jahren entdeckte, kaufte und sanft renovierte. Der ursprüngliche Charakter sollte erhalten bleiben. 

Am ersten Tag erkundet Nadine mit der Kamera das Hotel und seine Umgebung. Ich setze mich in Decken gehüllt in die Sonne auf die Terrasse und trinke einen Kaffee. Und ich lerne Amadeus - den Hotelhund - kennen. Und den Service. Unaufdringlich aufmerksam. Abends gibt es ein 6-Gänge-Menü, morgens ein meterlange Frühstücksbuffet. Ich habe selten so gut gegessen wie im Rosalpina und bin selten als Gast so zuvorkommend behandelt worden.

Nadine hat natürlich auch über unseren Dolomiten-Trip gebloggt hier

PS: Die schöne Strickdecke vom Foto ist von Country Road

via © Country Road

Freitag, 25. September 2015

Erleuchtung - sportliche Lampe von Shane Schenck

Sehr sportlich: Die Lampe "Bollard" von Shane Schneck
Sehr sportlich: Die Lampe "Bollard" von Shane Schneck
Sehr sportlich: Die Lampe "Bollard" von Shane Schneck


Ein amerikanischer Designer mit dem Namen Shane Schneck (kein Witz) und einem Studio in Stockholm hat eine sportliche Lampe gestaltet: 

Bollard (Poller) - wie Schenck seinen Entwurf nennt - kann aufrecht auf dem Boden stehen, auf der Seite liegen oder kerzengrade von der Decke herabhängen und dabei ein Poster an der Wand anstrahlen. Der Druck in hellgrauen Töne ist nicht gerahmt, sondern an einer Holz-Klemmschiene aufgehängt (Foto 1). 


Holz-Klemmschienen gibt es hier. Grau-weißes Poster von hier 


via © Menu
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Donnerstag, 24. September 2015

Glamour im Bad

Tschüss, ihr ungeliebten Fliesen, willkommen Marmor - ein Bad wird sinnlich ...
an der Wand aus Marmor sind schwarze Armaturen angebracht


Im Sommer letzten Jahres hatte die 26jährige Patricia Goijens, Bloggerin(No Glitter No Glory) aus Antwerpen, endgültig genug. 

Nicht von ihrem Job, sondern von ihrem beige gefliesten Duschbad (Foto vom alten Bad hier). 

Zusammen mit dem Architekten Dieter Vander Velpen und Il Granito, einer Firma, die italienischen Marmor importiert und einbaut, renovierte sie den Raum. Und vielleicht ließ sich dabei von dem australischen Interior-Architekt Hecker Guthrie inspirieren, der zuvor einem Bad mit Marmor Sinnlichkeit gegeben hatte (hier). Die Fotos von diesem Raum gingen einmal um die Welt. 

Doch auch das Bad von Patricia kann sich sehen lassen ... und ich gebe ihm locker 10 von 10 Punkten. 

Marmorwand von Il Granito 
Schwarze Armaturen und Dusche "Tara" von Dornbracht
Wanne "Wessex" von Victoria + Albert Bath

via © Il GranitoDieter Vander Velpen (Fotos)
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Mittwoch, 23. September 2015

Let´s dance - die Küche einer Designerin

Lecker in Weiß - eine Designerin will in ihrer Küche nicht nur kochen, sondern tanzen und leben. Wie ihr das gelingt, erzähle ich auf meinem Blog
Lecker in Weiß - eine Designerin will in ihrer Küche nicht nur kochen, sondern tanzen und leben. Wie ihr das gelingt, erzähle ich auf meinem Blog
Lecker in Weiß - eine Designerin will in ihrer Küche nicht nur kochen, sondern tanzen und leben. Wie ihr das gelingt, erzähle ich auf meinem Blog

Es ist immer das Gleiche: Aus den Lautsprechern im Wohnzimmer wummert "Happy" von Pharrell Williams, "Disco" von Jan Delay oder "Around the World" von Daft Punk. Doch die Leute stehen dicht gedrängt mit einer Flasche Bier in der Hand in der Küche. 

Keine Party ohne dieses Phänomen. 

In DIESER Küche allerdings könnte auch getanzt werden, denn der Raum ist fast 30 qm groß. Man müsste dafür noch nicht einmal den großen Holztisch, der in der Mitte des Raumes steht, zur Seite schieben. 

Die Wohnung gehört einer britischen Modeschöpferin und liegt in der ersten Etage eines georgianischen Hauses im Londoner Stadtteil Westminster, also ziemlich zentral. Die Britin ließ die Räume vor anderthalb Jahr sanieren und dabei entstand ein lichtdurchflutetes Apartment mit überraschenden Details: Ich fange mal mit der großen Flügeltür zwischen der Küche und dem Flur an. Sie ist wie alle Türen in der Wohnung schlicht statt verschnörkelt und mit schwarzen statt goldener Griffe versehen. Das lässt den Raum modern wirken. 

Über dem weißen Küchenzeile, die mit einer Marmor-Arbeitsplatte aufgepeppt ist, hängen keine Schränke oder Regale, sondern einfach nur drei weiße Lampen (ähnliche Lampen: Caravaggio Wall von Cecile Manz). Stylish. Die Schränke links reichen nicht bis unter die Decke und können so mit Vasen, Tellern und Kerzenständern dekoriert werden. 

Gelungenen finde ich auch das Zusammenspiel der Materialien, Wärme trifft auf Kühle, Raues auf Glattes, Linien auf Zickzack. Das helle Fischgräten-Parkett aus Eiche und der rustikale Holztisch, die Stühle und  Hocker machen den Raum gemütlich. Dazu passen die gradlinigen weißen Möbeln und der Marmor. 

Ach ja, wann hast Du das letzte Mal auf einer Party getanzt? Bei mir ist es das jetzt fast zwei Jahre her, als ich mit 40 Freunden meinen Geburtstag gefeiert habe. 

via © DRDH Architects

Dienstag, 22. September 2015

Die Weichzeichnerin



Mit feinen Pinselstreichen malt Silke Bonde hellgraue Linien auf Aquarellpapier. Oder lässt Farbe auf einem Blatt verlaufen. 

Das klingt erst mal nicht aufregend, doch bei der Designerin aus Kopenhagen kommen dabei leichte, fast schon schwebende Bilder heraus. Sie erinnern mich an flirrendes Sommerlicht.  


By the way: Die Bilder wurden vom Studio Oink aus Leipzig in Szene gesetzt.  

via © Studio Oink 
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Montag, 21. September 2015

In Love with the Sixties

Lyngby Vasen stehen auf einem Tisch, über dem eine Lampe vom Designer Michael Anastassiades hängt
Dose und Vase von dänischen Label Lyngby stehen vor einer Marmorplatte

Nach einer Woche in den Dolomiten mit Nadine von Stylish Living (ich werde in den nächsten Tagen noch davon erzählen) tauche ich heute mit Vasen von dem dänischen Label Lyngby Porcelaen wieder auf. 
In 1963 entworfen, 
sieht man dem Porzellan mit der geriffelten Struktur das Alter nicht an. Erst recht nicht, wenn sie mit einer modernen Lampe kombiniert werden - wie dem erst 2006 von den dem zprischen Designer Michael Anastassiades gestalteten "Tube Chandelier". 

Die Fotos stammen aus dem Lookbook von Goods We Love - einer kleinen Offenbarung aus New York. Goods We Love - das sind das ehemalige Fotomodel Camilla Vest und der Werber Ricky Nordsen. Beide sind in Dänemark geboren, leben und laufen sich aber in New York über den Weg, als sie ihre jeweiligen Kinder in die Schule bringen. Sie unterhalten sich, gehen zusammen einen Kaffee trinken und dabei entsteht eine Idee: Sie wollen das Beste, was Dänemark an Design zu bieten hat, in Nordamerika bekannt machen. Inzwischen ist Goods We Love Agent und Distributor von sechs dänischen Labels wie eben Lyngby Porcelean, Brdr. Petersens Polstermobelfabrig oder Base 212. 

Das sehenswerte Lookbook haben Camilla und Ricky im Sommer diesen Jahres veröffentlicht. Und wie das Leben so spielt, ist Camillas Schwester die bekannte Stylisin Pernille Vest...

Weiterlesen: Keramik von Fou de Feu

Thank you, Ricky, for the picutres!via © Goods We Love, Pernille Vest (Styling), Thomas Loof (Fotos)
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Sonntag, 20. September 2015

Soft and lazy - Interiors zum Entspannen



Sind Nächte laut und wild wie am letzten Wochenende, mag ich danach ruhig Tage. Ich war mit einer Freundin auf dem Reeperbahn Festival und wir haben uns acht verschiedene Bands angehört. 

Heute ist mein Handy ist auf leise gestellt, es läuft kein iTunes, kein Spotify, kein Netflix ... Stille breitet sich in meiner Wohnung aus. 

Passend dazu habe ich Fotos ausgesucht, die meiner Stimmung entsprechen und schön ruhig sind. 

Geschirr und Bettwäsche von Country Road

via 1 © Country Road 2 © Casey Dunn 
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