Mittwoch, 25. Februar 2015

Greenery - Frühling in der Vase


Lust auf Frühling? Unbedingt! Aber bitte mit Stil. 

Spätestens seit Pantone "Greenery" zur Farbe des Jahres 2017 gekürt wurde, kommt man um's Grünkraut nicht mehr herum. Kaum ein Café, an dessen Decke keine Hängeampeln baumeln; kaum eine Wohnung, in der keine verkalkten Töpfe mit Zimmerpflanzen eng an eng nebeneinander stehen.   

Es geht schöner, minimalistischer: Mit frühlingshaften Blüten, Zweigen und Blättern, die auf mehrere Vasen verteilt sind. A Touch of Green statt Indoor-Dschungel. 

via © Haymes Paint

Freitag, 20. Februar 2015

Inga Sempé und die Liebe zum Design

hren Vater, einen berühmten Illustratoren, kennt jeder. Was macht Inga Sempé, um aus seinen Schatten herauszutreten? Sie entwirft Lampen. Und runde Mini-Regale fürs Bad.
hren Vater, einen berühmten Illustratoren, kennt jeder. Was macht Inga Sempé, um aus seinen Schatten herauszutreten? Sie entwirft Lampen. Und runde Mini-Regale fürs Bad.


Inga Sempé hat berühmte Eltern. Ihr Vater ist der Kinderbuch-Illustrator Jean Jaques Sempé, der mit feinen Strichen die Figur des "Kleinen Nick" von René Goscinny zum Leben erweckt hat. Genau, jener Goscinny, der auch die Geschichten von Asterix und Obelix schrieb. Auch die Mutter Mette Ivers ist Zeichnerin. Von ihr stammen die Illustrationen zu "Ronja, die Räubertochter" von Astrid Lindgren. 
Wie tritt man aus dem Schatten solcher Eltern heraus?

Inga Sempé greift auch zum Stift und zeichnet - allerdings Produkt-Entwürfe und studiert Industrie-Design. Nach ihrem Abschluss eröffnet sie in Paris ein eigenes Studio und arbeitet für Labels wie Lignet Roset und Cappellini. Schnell macht sie sich mit Lampen den Namen  "Madame Lampion". Doch sie entwirft auch Möbel und gewinnt damit Preise. 

Vor kurzen hatte die Fanzösin die Idee, runde Regale aus heller Buche zu gestalten, die in die Wand geschraubt werden können, ohne eine Bohrmaschine in die Hand nehmen zu müssen. Ich bin diesen Minis verfallen: Mein Bad ist so klein wie ein Schuhkarton (typisch Altbau), immerhin habe ich ein Fenster und eine Badewanne, doch es gibt wenig Platz, um Flakons und Lippenstifte abzustellen. Und da kommen Sempés Regale ins Spiel - denn die kann ich direkt neben meinem Waschbecken und Siegel anbringen ...

Mehr? Traumbad gestaltet von der Architektin Sevil Peach

Regale Bénitier, Spiegel Belvédère von Inga Sempé 

via © Inga Sempé
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Mittwoch, 18. Februar 2015

Ein Raum - zwei Varianten

Wohnzimmer Dekoration Poster Vase Zweig Decke Interiorblog


Ein Raum, zwei Varianten - und da ich mich entscheiden kann, welche ich gelungener finde (Du etwa?), zeige ich einfach beide. 

Und ich lese gerade das Buch Der Distelfink von Donna Tarrt. Bis Seite 84 finde ich den Roman über einen Jungen, der bei einem Anschlag in New York seine Mutter verliert, langweilig und langatmig. "Halte durch", rät mir eine Freundin, die das Buch bereits durchgelesen hat. Und tatsächlich, auf 85 Seite zieht die Story plötzlich an, die Sprache wird lebendiger und authentischer. Inzwischen muss ich mich dazu zwingen, den Roman wieder aus der Hand zu legen. 

Und ich sehe und höre mir gerade auf Youtube TV Noir - Wohnzimmer der Songs/Songwriter an. Die Musik-Sendung läuft eigentlich auf ZDFKultur, allerdings morgens um 5.15 Uhr, manchmal auch erst um 7.15 Uhr. Doch das sind nicht meine Zeiten und deshalb schaue ich mir im Laufe des Tages die Mitschnitte an oder lasse die TV-Noir-Playlists laufen, während ich koche oder aufräume. 

Und dabei entdecke ich - um nur zwei Beispiele zu nennen - einen jungen Kerl namens Jesper Munk, gerade mal 22 Jahre alt, der singt, als habe er schon seit 40 Jahren den Blues und den Soul im Blut. Und Melodisches von We invented to Paris,  einer Indie-Pop-Band aus der Schweiz, die von sich selber sagt, sie produziere "melancholische Lebensfreude" ... 

Board von Sarah Sherman Samuel
Prints von der Photografin Emily Johnston
Grauer Schal (Foto 1) von Hackwith Design
Decke (Foto 2) von The Citizenry

via © Apartment 34 (Idee und Styling), Aubrie Pick (Fotos)
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Montag, 9. Februar 2015

Harte Schale, weicher Kern

Über die viel zu kurze Begegnung mit einem Sessel


Ich hatte ihn auf einem Fotos gesehen, aber da fand ich ihn uninteressiert. Doch dann begegne ich ihm vor ein paar Tagen eher zufällig und unerwartet in meinem Viertel. Fast hätte ich ihn nicht wiedererkannt. Denn in natura sieht er um Längen besser aus als auf den Bild. 

Harte Schale, weicher Kern - was gerne über Männer gesagt wird, trifft auf den Sessel Husk tatsächlich zu. Entworfen wurde er allerdings von einer Frau, der spanischen Designerin und Architektin Patricia Urquiola.   Erst studierte sie Architektur an der Faculdad de Arquitectura de Madrid, dann Produktdesign am Polytechnikum in Mailand. Sie blieb in Italien. Ihr helles Studio liegt heute in einer ehemaligen Lagerhalle in Mailand.

Husk dagegen steht in der Ecke einer dieser neuen Mode-Boutiquen, die gerade in meinem Viertel wie Pilze aus dem Boden sprießen. Ich muss erstmal um ihn herumgehen, mit den Händen über den Stoff streichen und mich in die weichen Polster fallen lassen. Am liebsten  würde ich sitzen bleiben und mit dem Lesen von Der Distelfink von Donna Tartt beginnen, den ich mir gerade gekauft habe und der letztes Jahr mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. Doch es ist kurz vor 19 Uhr und die Ladenbesitzerin will schließen. Schade, die Begegnung mit Husk war eigentlich zu kurz ... 

Sessel Husk von B&B Italia

via © B&B Italia
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Mittwoch, 4. Februar 2015

Fashion meets Design / Stillleben mit Sonnenbrillen

Moderne Wohnaccessiores sollen Sonnenbrillen aufwerten
Moderne Wohnaccessiores sollen die Sonnenbrille aufwerten

Im Englischen heißt es: Boys don`t make passes at girls who wear glasses. 
Das war einmal. 
Heute werden Sonnenbrillen selbst im Winter und an wolkenverhangenen Tagen getragen. Von den Mädchen als auch von den Jungs. Das ist auch Linda Farrow nicht entgangen, einem Luxus-Brillenlabel, das für seine Neuauflagen von Vintage-Modellen bekannt ist. 
Das Label will Trends setzen und schlägt einen neuen Weg ein: Statt wie bisher seine Brillen von unglaublich attraktiven Menschen präsentieren zu lassen, inszenierte es derzeit Interior-Stillleben mit hypermodernen Wohnaccessoires - wie bronzefarbenen Spiegeln, Kupferrohren und Kerzenständern aus Marmor. Das Neueste vom Neuen aus der Designwelt. Und mittendrin, wie zufällig hingelegt, die Brillen. Die Modernität der Wohnaccessoires soll auf die Linda-Farrow-Modelle abfärben. 

Fotografiert wurden die Stillleben von keinem Geringeren als dem belgischen Interior-Fotografen Frederik Vercuysse, der sich einen Namen mit Arbeiten für Architectural Digest, Elle Decoration und dem Wallpaper Magazine gemacht hat.
via © Linda Farrow, Frederik Vercuysse (Fotos)
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