Mittwoch, 7. Mai 2014

Wohnen mit Kunst - das Apartment von Gilles & Boissier

Das unglaubliche Apartment von Patrick Gilles und Dorothée Boissier
Das unglaubliche Apartment von Patrick Gilles und Dorothée Boissier: Im Flur setzt eine große Industry-Leuchte Bilder ins richtige Licht.
Das unglaubliche Apartment von Patrick Gilles und Dorothée Boissier
Das unglaubliche Apartment von Patrick Gilles und Dorothée Boissier


Bevor Patrick Gilles und Dorothée Boissier mit ihren beiden kleinen Kindern in ihre 300 qm große Pariser Altbauwohnung mit Holzfussboden und Stuck zogen, wohnten sie in einem modernen gradlinigen Loft. Mehr Kontrast als zwischen diesen beiden Wohnwelten geht kaum noch. 

Doch Kontraste mögen die beiden Gründer des Interior- und Designstudio Gilles & Boissier nun mal. Kein Wunder also, dass sie ihre neue Altbauwohnung nicht mit klassischen, sondern mit modernen Möbeln eingerichtet haben. Und mit viel Kunst. Da die beiden ein Faible für zeitgenössische große Fotografien haben, haben sie etliche in den Räumen verteilt. Einige hängen wie erwartet an der Wand, andere sind nur an sie angelehnt, weitere stehen auf Tischen und Schränken. Die meisten Fotos haben sie über die Galerie ihren acte2galerie gekauft - da ein Freund von ihnen (Alexander Percy) Mitinhaber ist. Das große schwarz-weiße Bild (Foto 5)ist von dem Künstler Christian Astuguevielle.

Die Wohnung wirkt ein wenig wie ein Galerie mit Möbeln statt eine Wohnung mit Bildern. Deshalb war ich auch erstaunt, als ich las, dass die beiden sie so eingerichtet haben, dass ihre Kinder von Zimmer zu Zimmer flitzen können. Deshalb stehen auch immer alle Türen offen. Und die Teppiche im Wohnzimmer sollen sie ausbremsen, wenn sie mal wieder über den Holzfussboden im Flur schliddern.

Und dann ist mir noch etwa aufgefallen: Vor einigen Wochen habe ich eine Wohnung von Int2 Architecture gezeigt. Und jetzt ich frage mich, wer hat hier von wem abgekupfert? 
Im Flur von Patrick Gilles und Dorothée Boissier (Foto 2) lehnt ein großes schwarz-weißes Pferde-Foto an der Wand. Davor liegt eine schöne alte schwarze Industrielampe. Und jetzt seht Euch bitte mal den Flur der anderen Wohnung an. 
Was denkt Ihr? Und ist so etwas peinlich?

via © Gilles & Boissier, Sisters Agency Birgitta Wolfgang Drejer (Fotos)
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Kommentare:

  1. Die Ähnlichkeit der "Flurinszenierung" ist in der Tat schon heftig. Ich frage mich gerade, ob wir als Blogger solche Entwicklungen nicht auch irgendwie fördern: Irgendetwas sieht gut aus, wird dann plötzlich auf jede Menge Blogs gezeigt, jeder findet's toll, es wird sozusagen zum "Must-have" zum "Design-Standard" - ein bisschen geht über all den tollen Anregungen, die man sich im Netz holen kann vielleicht das eigene Gefühl für Gestaltung und die ganz eigene Auseinandersetzung, wie man seinen eigenen Lebensraum gestalten möchte verloren? Nur so ein Gedanke....
    LG, Mecki

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    1. Hallo Mecki,
      Du hast einen inspirierenden Kommentar geschrieben! Ich habe über Dein Statement nachgedacht. Sicher setzen wir als Blogger Trends. Und vielleicht täusche ich mich ja, aber ich halte Blog-Leser für so selbstständig, dass sie diesen nicht blind folgen oder dadurch ihr Gefühl für die Gestaltung ihrer Wohnung verlieren ...
      LG Regine

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  2. An sich wieder ein Traum. Aber das sieht schon sehr ähnlich aus im Flur. Ich mein, klar kann mal der gleiche Gedanke auftreten, aber das ist ja beinahe identisch. Mir wäre das seeeehr unangnehm, wenn mir so ein Fehler unterlaufen würde.

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    1. Int2 Architects hätten ja auch dazuschreiben können, wir haben uns von Gilles & Boisssier inspirieren lassen. Erinnert mich ein bisschen an Herrn zu Guttenberg und Co ...

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  3. Hallo!
    Ersteinmal ein Kompliment- Dein Blog fasziniert mich immer wieder. Ist schön anzusehen!!!
    Und wer hier wen bei der Industrielampe inspiriert hat? Wen kümmert es? Letztlich ist klar, dass auch Designer eine gesehene und gelungene Einrichtungsidee so toll finden, sie nachzumachen. Und ihre Wohnung ist ja "real". Erstaunlich fine ich eher, dass die beiden zwei Kinder haben :-)...
    Herzliche Grüße
    Steffi

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  4. Willkommen, Steffi, auf meinem Blog "Leuchtend Grau". Ich wusste bisher nicht, dass Du ihn liest. Und jetzt hast Du ihn sogar auch mal kommentiert. Ehrlich, ich freue mich über jedes Statement wie eine Schneekönigin:-) Und dass die beiden Kinder haben, ist wirklich ein Ding:-)

    LG Regine

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  5. Mir gefällt sehr der Kontrast - die gediegenen Elemente und die moderne Inszenierung, das einheitliche Weiß der Räume kombiniert mit Schwarz. So modern und leicht. Ich komme gern wieder vorbei und schaue mir deinen ganz besonderen Blog an. Lieben Gruß zu Dir - Iris

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  6. Willkommen Iris auf Leuchtend Grau! Es freut mich natürlich, dass Dir mein Blog gefällt. Ich schreibe ihn ja nicht für mich, sondern für Dich und anderen Leser! Und ich werde mir dann gleich mal Deine Seite ansehen ....

    LG Regine

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  7. Die Objekte in der Wohnung bilden tatsächlich einen klaren, z.T. harten Kontrast. Man sieht förmlich die Anstrengung. Aber genau hier liegt die Schwierigkeit: Man erkennt auf Anhieb, was die Architekten wollten - die Wohnung wirkt gewollt, geradezu manieristisch. Die modernen Möbel sind an sich ein wunderbarer Kontrast, nur in dieser Ausführung wirken sie erschlagend. Das zu einem leichten Hang zum Prolligen. Schade, die historische Wohnung hätte Potenzial gehabt und raffinierte Designer moderner ungewöhnlicher Möbel mit unerwarteter Formensprache gäbe es auch...

    Übrigens: ein fantastischer Blog! Danke immer wieder für die wunderbaren Inspirationen! D.W.

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